Meeresforschungstechnik (Master)

1. Lehrveranstaltung
Mess-, Beobachtungs- und Probenahmeverfahren in der Meeresforschung
verantw.: Prof. Dr.-Ing. habil. Mathias Paschen

2. Lehrveranstaltung
Systemtheorie und Lebensdauerbewertung für Geräte der Meerestechnik
verantw.: PD Dr.-Ing. habil. et. Dr.oec. Uwe Rudorf

Die moderne naturwissenschaftliche Meeresforschung ist zur Erfüllung ihrer zahllosen Aufgaben in der qualitativen Beobachtung und der quantitativen Bewertung biologischer, geologischer und physikalischer Parameter und Prozesse des Meeres, des Meeresbodens und seines Untergrundes auf technisch aufwändige, komplexe und zumeist komplizierte Messmethoden und Probenahmeverfahren angewiesen.

Die dafür erforderlichen technischen Systeme müssen hoch sensibel sein, sie dürfen die zu untersuchenden Umweltparameter durch ihre Anwesenheit nicht signifikant verändern oder beeinflussen und müssen dennoch robust genug sein, um sowohl im Flachwasser als auch im Tiefwasser arktischer oder äquatorialer Regionen erfolgreich eingesetzt werden zu können. Die besonderen Anforderungen an diese technischen Systeme resultieren aus den erheblichen Umweltbelastungen, die auf die technischen Strukturen wirken.

Dazu zählen beispielsweise

  • die hohen Drücke,
  • die zum Teil erheblichen Temperaturgradienten, die hoch empfindliche Messsysteme innerhalb kürzester Zeit kompensieren müssen sowie
  • die Aggressivität des Mediums Meerwasser.

Hinzu kommen weitere Herausforderungen, die dadurch entstehen, dass allgemein nutzbare Kommunikationssysteme, wie sie an Land üblich sind (z.B. Mobiltelefone), unter Wasser nicht einsetzbar sind. Die häufige Forderung nach Langzeituntersuchungen ist im Regelfall verbunden mit der Suche nach geeigneten Lösungen zur Verhinderung von Fouling, der Vermeidung von Diffusion von Wasser in zumeist polymere oder Faserverbundwerkstoffe sowie mit der Frage nach geeigneten Energiequellen.

In der Lehrveranstaltung Mess-, Beobachtungs- u. Probenahmeverfahren für die Meeresforschung werden die Studenten in die Lage versetzt, relevante Fragestellungen von in situ arbeitenden Disziplinen der naturwissenschaftlichen Meeresforschung zu erkennen und zu verstehen.

In der Lehrveranstaltung Systemtheorie und Lebensdauerbewertung für Geräte der Meerestechnik vertiefen die Studierenden ihr Verständnis über strukturierte technische Systeme in der Meeresforschung und -technik insbesondere auch unter dem Aspekt notwendiger Redundanzen.

Auf einen Blick

Mess-, Beobachtungs- u. Probenahmeverfahren für die Meeresforschung:

  • Ausgewählte Prinzipien und deren technische Applikationen
  • Leistungen und Grenzen einzelner Verfahren, Reproduzierbarkeit der Versuchsbedingungen und Genauigkeitsbetrachtungen
  • mathematische Modellentwicklung zur numerischen Simulation ausgewählter Einsatzszenarien
  • autonom arbeitende und manuell gesteuerte Unterwassersysteme
  • Plattformen und Schiffe

Systemtheorie und Lebensdauerbewertung für Geräte der Meerestechnik:

  • Historischer Abriss zum Systemgedanken
  • Lebensdauerzyklen
  • Gebrauchsdauerkurven und deren Ermittlung
  • Lebensdauervoraussagen
  • Systemtheorie und Ökologie
  • Anwendungen in der Meerestechnik

Termine und Orte

Vorlesung
Dozent: Prof. Dr.-Ing. habil. Mathias Paschen
PD Dr.-Ing. habil. et. Dr.oec. Uwe Rudorf
Termin: Dienstag, 11:00-13:00 Uhr
(ab 16.10.2017)
Raum: III/211, A.-Einstein-Str. 2
Übung
Dozent: M.Sc. Robert Schima
Termin: Mittwoch, 13:00-15:00 Uhr
(ab 16.10.2017)
Raum: III/110A, A.-Einstein-Str. 2

StudIP

Unterlagen zur Vorlesung und Übung können unter Stud.IP heruntergeladen werden.

Weitere aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen diese Moduls sind im LSF zu finden.

In Stud.IP und im LSF finden Sie dieses Modul unter der Veranstaltungsnummer 21090.

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