Forschungsprojekt - DSS II

Deep  Sea Sampling (DSS), Entwicklung von Technologien für den vertikalen minimalinvasiven Tiefseebergbau
Teilvorhaben: SIMUSENSE - Simulation der Systemdynamik und Entwicklung von Sensor Systemen (Simulation of System Dynamics and Development of Sensor Systems)

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der Bundesrepublik Deutschland (BMWE)

 01.07.2025-31.07.2028

Das Projekt „Deep Sea Sampling II“ widmet sich der Entwicklung innovativer Technologien zur geotechnischen Erkundung in der Tiefsee. Im Vordergrund steht dabei eines der am wenigsten erforschte Gebiete unserer Erde - der Tiefseeboden im Umfeld inaktiver Black Smoker. Die in diesen Tiefseestrukturen gebundenen Elemente gelten als unverzichtbare Bausteine für Zukunftstechnologien und die globale Transformation hin zu nachhaltigen Energiesystemen. Für das sichere Agieren in diesen extremen Tiefen sowie das Sammeln wichtiger geologischer Daten werden hochspezialisierte Systeme benötigt. 

Eine große technologische Herausforderung in der Tiefsee ist die sichere und präzise Positionierung von Geräten. Ein Kernelement des Konsortialprojektes ist daher die Entwicklung eines robusten Landekonzepts. Da der Meeresboden in den Zielgebieten selten flach ist, wird das System für steile Hänge mit einer Neigung von bis zu 30º ausgelegt. Die Praxistauglichkeit dieses Konzepts wird in unserem eigens entwickelten Versuchstank im Modellmaßstab erprobt.

Durch die Entwicklung verantwortungsvoller Umweltstandards und Konzepte für zukünftige Explorations- und Extraktionsmethoden steht hierbei die Schonung der empfindlichen marinen Ökosysteme im Fokus. Wenn am Meeresboden mechanisch gearbeitet wird, können Sedimentwolken aufgewirbelt werden, die das lokale Ökosystem potenziell beeinträchtigen. Um dies zu verhindern, entwickeln und verifizieren wir intelligente Absaug- und Separationssysteme, die das Aufwirbeln von Partikeln auf ein absolutes Minimum reduzieren. Begleitet wird dieser Prozess durch ein umfangreiches Konzept zum Umweltmonitoring. Durch den Einsatz von hochsensiblen Sensoren zur Messung von beispielsweise Trübung, Temperatur, Druck und Schwermetallkonzentration, soll das Umfeld kontinuierlich von Monitoringplattformen überwacht werden. Die Entwicklung kostengünstiger open-source Messtechnik ermöglicht hierbei eine hohe räumliche Auflösung relevanter Umweltparameter. Dies stellt sicher, dass ökologische Grenzwerte jederzeit strikt kontrolliert und eingehalten werden können.

  • BAUER Maschinen GmbH
  • Blue Installation Group GmbH
  • MOTION MAKERS GmbH
  • Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
  • FAU Erlangen-Nürnberg - Lehrstuhl für Strömungsmechanik
  • TU Freiberg - Institut für Maschinenbau
  • Constructor University – School of Science
  • Universität Rostock - Lehrstuhl für Meerestechnik

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